Massive Behinderungen der Presse auf der "International Queer Pride" in Berlin am 24. Juli 2021



Mehrere Tausend Teilnehmer:innen versammelten sich am 24.07.2021 zur "International Queer Pride" am Berliner Hermannplatz. Organisiert und beworben wurde der Aufzug u.a. von Queers against rascism and colonialism, Migrantifa und BDS Berlin. Bereits im Vorfeld war eine anti-israelische Ausrichtung erkennbar, die sich auch während der Veranstaltung fortsetzte. Zudem gab es massive Behinderungen der Presse.


So ging bereits die Auftaktkundgebung von vornherein mit extremer Pressefeindlichkeit einher. Pressevertreter:innen wurden körperlich bedrängt, gezielt abgefilmt und immer wieder während des Aufzugs per Megafon als "Zionistische Presse" markiert wodurch eine offene Berichterstattung behindert wurde. Begleitet wurde diese Aktion durch regelmäßige "Free Palestine" Sprechchöre, die sich gegen die Pressevertreter:innen richteten. Die Polizei musste wiederholt eingreifen, um die Pressefreiheit zu ermöglichen.


Es ist erschreckend, dass Ordner:innen einer Veranstaltung, die sich für Menschenrechte und offiziell "gegen Antisemitismus" ausspricht, in so offensiver Art und Weise gegen Pressevertreter:innen, wie dem Jüdischen Forum agieren, welches als Gefahr und Feindbild dargestellt wurde.


Während der Veranstaltung wurde eine Mischung verschiedener Themen bedient. Auffällig war dabei die starke Fokussierung auf Israel. Immer wieder wurde das Narrativ einer angeblichen israelischen Apartheid verbreitet, "Free Palestine - From the river to the sea" skandiert und BDS-Forderungen verlautet. Viele der der mehreren Tausenden Teilnehmer:innen applaudierten oder schienen sich nicht an diesen antisemitischen Aussagen zu stören. Auf Flugblättern wurden zudem Parolen vorgeschlagen, die u.a. zur Intifada aufriefen.


















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