JFDA gewinnt Simon-Wiesenthal-Preis in der Kategorie "Engagement gegen Antisemitismus"

Pressemitteilung zur Verleihung des Simon-Wiesenthal-Preises 2021 an das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V.


Das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V. (JFDA) gehört zu den Preisträgern des Simon-Wiesenthal-Preises 2021. Zuvor war das JFDA in der Kategorie “Zivilgesellschaftliches Engagement gegen Antisemitismus” zusammen mit The Swedish Committee against Antisemitism sowie Andreas Kahrs und Daniel Lörcher für ihre Arbeit bei Borussia Dortmund für den mit 7.500 Euro dotierten Preis nominiert worden.


Die Preisverleihung erfolgte am Abend des 11. Mai 2022 im Großen Redoutensaal im Parlament in der Hofburg in Wien. Für das JFDA waren Levi Salomon (Gründer, Sprecher und Koordinator) und Dr. Nikoline Hansen (1. Vorstandsvorsitzende) bei der Preisverleihung anwesend.


Der Simon-Wiesenthal-Preis wurde erstmals im Jahr 2021 im Andenken an den Architekten, Publizisten und Schriftsteller Simon Wiesenthal ausgeschrieben und soll zivilgesellschaftliche Initiativen gegen Antisemitismus und für Aufklärung über den Holocaust würdigen. Der Preis geht zurück auf Bemühungen des Nationalratspräsidenten Wolfgang Sobotka, zusammen mit Nachfahren Simon Wiesenthals einen Preis gegen Antisemitismus und für die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus zu etablieren. Er wird vergeben durch den Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus, wobei das vom Nationalratspräsidenten bzw. der Nationalratspräsidentin geleitete Kuratorium auf Basis eines Vorschlags einer sechsköpfigen Jury entscheidet. Die Mitglieder der Simon-Wiesenthal-Preis-Jury sind jeweils auf die Dauer einer Gesetzgebungsperiode bestellt.


Der Simon-Wiesenthal-Preis ist mit jährlich 30.000 Euro dotiert, wobei 15.000 Euro auf den Hauptpreis und jeweils 7.500 Euro auf die weiteren Preise entfallen. Neben der Kategorie “Zivilgesellschaftliches Engagement gegen Antisemitismus” wurde ein mit 7.500 Euro datierter Preis in der Kategorie “Zivilgesellschaftliches Engagement für Aufklärung über den Holocaust” durch die Zeithistorikerin Barbara Stelzl-Marx an die Zentrale österreichische Forschungsstelle Nachkriegsjustiz für die Dokumentation der Aufarbeitung der NS-Verbrechen durch die österr. Justiz vergeben.


Der mit 15.000 dotierte Hauptpreis für zivilgesellschaftliches Engagement gegen Antisemitismus und für Aufklärung über den Holocaust wurde durch die Vorsitzende der Simon-Wiesenthal-Preis-Jury und Antisemitismusbeauftragte der EU-Kommission Katharina von Schnurbein an vier Zeitzeug:innen vergeben, um ihr Lebenswerk zu würdigen: Lily Ebert, Zwi Nigali, Karl Pfeifer und Liliana Segre.


Nach einleitenden Worten des Historikers Gerhard Botz erläuterten die Generalsekretärin des Nationalfonds Hannah Lessing und der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien sowie der Israelitischen Religionsgesellschaft Österreich Oskar Deutsch in einem Gespräch die Hintergründe des Preises.


Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka hielt anschließend eine Ansprache, bevor der Preis von Mitgliedern der Jury in drei Kategorien vergeben wurde.


Moderiert wurde die Verleihung von der ORF-Journalistin Rebekka Salzer. Die musikalische Umrahmung kam von der Sängerin Ethel Merhaut.


Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung, bedanken uns bei allen Nominierten für ihr Engagement und gratulieren den anderen Preisträger:innen.


Für Rückfragen stehen wir jederzeit zur Verfügung.