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Jüdische Stimme für gerechten
Frieden in Nahost

Kurzerläuterung

Platzhalter Text - Samidoun wurde 2012 von Mitgliedern der “Volksfront zur Befreiung Palästinas” (PFLP) gegründet und ist mittlerweile in insgesamt elf Ländern aktiv. Offiziell kümmert sich die Organisation um die Rechte von palästinensischen Gefangenen. In der Praxis dient sie als Vorfeldorganisation der PFLP im Ausland. Samidoun kommt eine zentrale Rolle in der anti-israelischen-Propaganda der PFLP zuteil, z.B. im Kontext der Mittelbeschaffung oder der Rekrutierung von Aktivisten. 

Die Propaganda der in Europa als Terrororganisation eingestuften PFLP basiert auf arabischem Nationalismus sowie dem Marxismus-Leninismus. Sie verbreitet ihre von Antizionismus geprägte Ideologie in Teilen “unter dem Deckmantel der Humanität”, was sie in unterschiedlichen politischen Lagern anschlussfähig macht, insbesondere auch in der Linken. Zentrales Ziel der 1967 gegründeten Organisation ist die Beseitigung Israels als jüdischen Staat. Dieses wird unter anderem durch Anschläge, Attentate und Raketenangriffe versucht zu erreichen, wie z.B. im August 2019 im Westjordanland, als im Zuge eines Anschlags eine 17-jährige Israelin getötet wurde. In der Vergangenheit kam es zu Formen der Zusammenarbeit mit der palästinensischen Terrororganisation Hamas. Nach Angaben des Bundesverfassungsschutzes leben in Deutschland derzeit ca. 100 Anhänger:innen der PFLP. 

Als Ableger der PFLP wurde auch Samidoun selbst im Februar 2021 von der israelischen Regierung als terroristische Organisation eingestuft. Zentraler Kopf von Samidoun ist Khaled Barakat, ebenfalls Unterstützer und wohl auch Mitglied des Zentralkomitees der PFLP. In seinen Reden propagiert Barakat mitunter den gewaltsamen Kampf gegen Israel. 

Samidoun versucht durch sein Auftreten Anschluss an andere antiimperialistische Linke zu bekommen, nicht ohne Erfolg. Im Januar 2022 war die Organisation bei der jährlich in Berlin stattfindenden Demonstration zum Gedenken an Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg präsent vertreten.   Auf Transparenten wurde damals “Freiheit für alle palästinensischen Gefangenen” gefordert, unter anderem für Ahmad Sa’adat. Sa’adat ist Generalsekretär der PFLP und wurde 2008 nicht zuletzt wegen der Federführung des tödlichen Anschlags auf den israelischen Tourismusminister Rechaw’am Ze’ewi zu 30 Jahren Haft verurteilt. Samidoun solidarisiert sich demzufolge offen mit palästinensischen Terroristen.